MITeinander - Menschen mit Trauma e.V.
Reutlingen / Tübingen

Über uns

Wer wir sind

Wir sind Menschen aus der Region Reutlingen und Tübingen, die psychische und/oder physische Gewalt erfahren haben, die mit Tod konfrontiert wurden oder bereits in frühen Jahren, auch über einen längeren Zeitraum, sexuellem und anderem Missbrauch ausgesetzt waren.

Warum wir tun, was wir tun

Traumatherapie ist gegenwärtig in unserem Gesundheitswesen institutionell nicht gesichert. Auch in der Gesellschaft war Traumatisierung viel zu lange ein Tabuthema. In letzter Zeit, nach Bekanntwerden von Missbrauchs-Erfahrungen etwa in Heimen oder kirchlichen Einrichtungen, wird zunehmend mehr über die schweren Folgeerscheinungen und Symtomen öffentlich berichtet, unter denen die Betroffenen schon jahrelang extrem leiden.

Der Wunsch nach Aufklärung, nach ambulanten Therapien sowie nach finanzieller Unterstützung (z.B. durch das Entschädigungsgesetz) ist gewachsen. Eine Entschädigung zu beantragen heißt aber auch, sich intensiv und ohne Hilfe mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Die meisten Betroffenen scheuen diesen Weg und empfinden vor allem Scham.

Immer noch müssen Betroffene viel zu lange, teilweise bis zu einem Jahr, auf einen Therapieplatz für Traumatherapien warten. Akut traumatisierte Menschen brauchen aber sofort Hilfe, eine lange Wartezeit verlängert die Gesundung.

Aus diesem Gründen hat der Verein MIT-einander e.V. Angebote für Betroffene geschaffen.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich die Betroffenen innerhalb einer Gruppe leichter tun, sich zu öffnen. Es entwickelt sich ein Gruppenzugehörigkeitsgefühl, das sie aus ihrer Isolation befreit. Sie trauen sich leichter, in einer Gruppe, in der alle gleichermaßen betroffen sind, über ihre Ängste, depressiven Episoden, Gefühle des Anders-Seins, suizidale Gedanken, Hilflosigkeit, Ohnmacht, Scham und über ihren sozialen Rückzug zu reden.

Sie lernen den Umgang mit Beziehungskonflikten, Bewältigung von Konfliktsituationen, Umgang mit Angst und Depression und Stress reduzierende Techniken. Die Erarbeitung von Schutzmechanismen und Abgrenzungsmöglichkeiten, von alternativen Entlastungsformen, neuen Bewältigungsstrategien und Lösungswegen, sowie die Stabilisierung nach Krisen sind ebenso Inhalt der Therapie.

Entstehung des Vereins

Vereinssatzung