MITeinander - Menschen mit Trauma e.V.
Reutlingen / Tübingen

Presse


Bericht Tagblatt Anzeiger 04.10.18

Blaue Flecken auf der Seele

Der Reutlinger/Tübinger Verein „Miteinander“ kümmert sich um Trauma-Opfer

Link zum Artikel: www.tagblatt-anzeiger.de/Nachrichten/Der-ReutlingerTuebinger-Verein-Miteinander-kuemmert-sich-um-Trauma-Opfer-388570.html

 



Benefizkonzert mit Akkordeon, Gesang und Märchen

REUTLINGEN. Im sehr gut besuchten Spitalhofsaal fand erstmalig ein Benefizkonzert für den Verein MITeinander – Menschen mit Trauma e.V. statt. Zu Beginn begrüßte die zweite Vorsitzende des Vereins Doris Ammon sehr herzlich das Publikum, gefolgt von Anke Bächtiger, Leiterin Stabsstelle Bürgerengagement, die kurzweilig über die hohe Bedeutung des Ehrenamtes und seiner Geschichte berichtete. Die Moderation des Abends erfolgte durch Ingolf Gebhardt, der den Mitveranstalter HHC Deizisau repräsentierte. Er stellte dem interessierten Publikum die Geschichte des Vereins vor und wie HHC Deizisau und MITeinander e.V. über die Dirigentin Elke Straif verbunden sind, die das Konzert musikalisch organisiert hatte.

Der musikalische Abend wurde eröffnet vom Frauenchor VocaLibre aus Tübingen, der dem Publikum mit viel Spaß, Leidenschaft und Harmonie Stücke wie Siyahamba und What a wonderful world präsentierte. Zwischen den Vorträgen fesselte Petra Anna Schmidt die Zuschauer mit dem afrikanischen Märchen Wagadu comepe, wunderbar untermalt mit Trommel und Stimme, und kaum einer konnte sich dem Zauber des Rhythmus von Wagadu Comepe entziehen.

Der Chor folgte mit Fly with me und dem rhytmisch mitreisenden Cupsong (You’re gonna miss me), einem Becher-Rap vorgeführt mit viel motorischem Geschick von 4 Sängerinnen. Mit einem traditionellen Abschiedslied aus Tansania, Mungu Akipenda, verabschiedete sich der Chor mit viel Applaus und Ingolf Gebhardt, der souverän und informativ durch das Programm führte leitete zur Pause über, in der reichlich fürs leibliche Wohl gesorgt wurde.

Den zweiten Teil des Abends bestritt das neu gegründete Akkordeonensemble Donna Musica, das sich aus 7 Spielerinnen der Akkordeonorchester Deizisau und Schlaitdorf zusammensetzt. Eröffnet wurde er mit einer konzertanten Originalkomposition für Akkordeon, Romanze von Fritz Dobler.

Mit dem rhytmischen Piazolla-Tango Melodia en la menor und dem klassischen Palladio von Karl Jenkins zeigte das Ensemble höchste Fingerfertigkeit und eine gefühlvolle harmonische Interpretation der anspruchsvollen Stücke. Das Publikum würdigte dies mit tosendem Applaus und heller Begeisterung.

Mit dem Märchen Das Eselein der Gebrüder Grimm konnte Petra Anna Schmidt das begeisterte Publikum erneut in seinen Bann ziehen, bevor das Ensemble mit Lord of the Dance, I will always Love you und Best of Abba in höchster Präzision dem Publikum einen wahren Ohrenschmaus präsentierte.

Alle beteiligten Musiker vollendeten dieses wunderbare Konzert mit einer gemeinsamen Zugabe, ‚We are the world‘ von Michael Jackson. Die Märchenerzählerin Petra Anna Schmidt animierte zum Schluss die Zuschauer mit dem Märchen ‚Der Großvater und sein Enkel‘ zum großzügigen Spenden am Ausgang.

Alle Spenden diese Benefizkonzertes kommen dem Verein MITeinander – Menschen mit Trauma zugute, der im Raum Reutlingen und Tübingen Angebote für traumatisierte Menschen geschafften hat und bei seiner Arbeit auf Spenden angewiesen ist.










Erschienen: 09.12.2014: © Schwäbisches Tagblatt GmbH

Förderung zugesagt

Von „Miteinander“ bis „Sonnenstrahlen“

Bei der 30. Sitzung des Reutlinger Spendenparlaments im Spendhaus wurden sieben
Projekte mit insgesamt fast 23000 Euro bedacht.

Reutlingen. Einmal mehr ließ die Vielfalt der unterstützten Projekte erstaunen, die in der 30. Sitzung des Reutlinger Spendenparlaments bedacht wurden. Die Palette reichte im Spendhaus von der finanziellen Unterstützung eines Allwetterwagens für Kleinstkinder für die Kinderkrippe „Villa Kunterbunt“, über die Unterstützung des Trauma-Vereins bis hin zur Förderung von Asylbewerbern, die bei „Pro-Labore“ in Betzingen nicht nur Nachhilfe in der deutschen Sprache erhalten, sondern auch noch handwerkliche Fähigkeiten lernen können.

Relativ neu ist der Verein „MITeinander“, den Betroffene für Betroffenen gegründet haben – für Menschen mit traumatischen Erfahrungen. Die Frage, die den Verein konstant beschäftigt, lautet: Was passiert mit Opfern von Gewalt oder sexuellem Missbrauch, die ihre schrecklichen Erfahrungen vor Jahrzehnten machen mussten? „Um überhaupt in das Hilfesystem reinzukommen, müssen die Opfer zunächst beweisen, dass sie traumatisiert sind“, erläuterte Elisabeth Roth von „MITeinander“ kürzlich bei der Parlamentssitzung. Der Verein will „sie auf dem Weg begleiten, eine Lobby für sie sein“, so Roth.

Unterstützung zugesagt bekam auch der „Förderverein Sonnenstrahlen“: Er kümmert sich um Kinder und Jugendliche, deren engste Angehörige schwer erkrankt sind. Eine Kunsttherapeutin begleitet die Trauergruppe und gibt den jungen Menschen Zeit und Raum für Gefühle, die sie bedrängen. Erstaunt hat die Parlamentsmitglieder der Bericht des Fördervereins „Lernen fördern“ von der Uhlandschule in Pfullingen, denn: Bei immer mehr Schülern zeige sich, dass sie enorme Probleme mit Alltagsfähigkeiten haben. „Eigentlich geht es um Banalitäten wie Jacke anziehen und zuknöpfen“, sagte Angelika Sieber.

Insgesamt wurden fast 23000 Euro an sieben Projekte verteilt. Damit wurden in 15 Jahren „in 29 Sitzungen des Spendenparlaments insgesamt 176 Projekte mit fast einer halben Million Euro unterstützt“, berichtete Schatzmeisterin Gerda von Gagern. Dass diese Anschubfinanzierungen durchaus erfolgreich sind, berichtete Maiken Kalkhof vom Spendenparlament: Sie blickte zurück auf Projekte, die vor zweieinhalb Jahren gefördert wurden – fast alle gibt es auch heute noch, oder sie konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Auch Georg Obieglo, der sein Amt als Präsidiumsmitglied niederlegte, sagte anerkennend: „Es ist wirklich toll, wenn man sieht, dass vom Spendenparlament unterstützte Projekte auch nach mehreren Jahren nachhaltig weiterbestehen.“ ST

Info: Weitere Informationen unter www.spendenparlament-rt.de





Reutlinger Generalanzeiger vom 27.11.2014

Erneut Geld für sieben Projekte (vom Spendenparlament Reutlingen, Anm. d. Red)

REUTLINGEN. Relativ neu ist der Verein »MITeinander«, der von Betroffenen gegründet wurde und sich um Betroffene kümmert, nämlich um Menschen mit traumatischen Erfahrungen. Die Frage, die den Verein konstant beschäftigt, lautet: Was passiert mit Opfern von Gewalt oder sexuellem Missbrauch, die ihre schrecklichen Erfahrungen vor Jahrzehnten machen mussten?

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Reutlinger Generalanzeiger vom 26.05.2013

Verein für Trauma-Patienten: Die Seele vergisst nicht

Verein - Bei »MIT-einander Reutlingen-Tübingen« finden sich Trauma-Patienten in therapeutischen Gruppen zusammen
Von Heike Krüger

REUTLINGEN. An manchen Tagen steht die Frau im pinkfarbenen Shirt »dem Tod näher als dem Leben«. Dann wirkt sie teilnahmslos, fällt in eine jähe Starre, kapselt sich ab, kann keine Zuwendung ertragen. Mitunter ergreift sie auch die Flucht – wegen scheinbarer Bagatellen, die für sie jedoch emotionalen Sprengstoff bergen. Menschenansammlungen sind bei ihr so ein Fluchtauslöser. Bei anderen Trauma-Patienten können es Geräusche sein, die zu tiefst verstörend wirken. Sogar Düfte provozieren bisweilen heftigste Reaktionen – weil sie Erinnerungen transportieren....
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Reutlinger Nachrichten vom 19.04.2013:

Verein "MIT-einander" soll Brücke ins Leben sein

Der Verein "MIT-einander" will für traumatisierte Menschen Angebote schaffen, ihnen professionelle Hilfe angedeihen lassen, aber es fehlt an Geld.

Gegründet wurde der Verein von Frauen, die Gewalt erlebt haben oder über einen längeren Zeitraum sexuellem, emotionalem oder anderem Missbrauch ausgesetzt waren, erläutert Gertrud Jung-Schmid aus Lichtenstein die Hintergründe. Anfangs gab es unter der Leitung einer auf Trauma-Arbeit spezialisierten Ärztin die ambulante Möglichkeit, an einer Gruppen-Therapie teilzunehmen. Doch dieses Angebot gibts nicht mehr.
Der Vereinsbeitrag reicht indes nicht aus, um zum Beispiel Projekte wie Öffentlichkeitsarbeit, traumaspezifische Angebote und Integration von Menschen mit Migrationshintergrund voranzubringen, weshalb "MIT-einander" auf finanzielle Unterstützung angewiesen ist.
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Reutlinger Wochenblatt vom 25. April 2013:

Brücke zurück ins Leben

REUTLINGEN/TÜBINGEN. Es gibt Ereignisse im Leben eines Menschen, die lassen ihn so schnell nicht wieder los. Manchmal verfolgen sie die Betroffenen über Jahre hinweg. Sie entwickeln sich zu einem regelrechten Trauma. Schlechte Kindheitserfahrungen, Gewalteinwirkungen, sexuelle Übergriffe oder Mobbingattacken wirken noch Jahre nach - ganz gleich, wie lange die Tat zurückliegt.
Manchmal hilft es in solchen Situationen, über das Erlebte zu sprechen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Für diese Menschen möchte der Verein "MITeinander" eine Brücke zurück ins Leben sein.
Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es in Reutlingen und Tübingen diesen Verein, der sich speziell an traumatisierte Menschen richtet. Gegründet wurde er aus der Not heraus, nachdem die ambulante Gruppen-Trauma-Therapie im Rahmen der Reutlinger Psychiatrie und Psychotherapie im Oktober 2011 aufgelöst wurde. Gründungsmitglieder sind 20 Frauen, die selbst betroffen sind und früher als reine Frauengruppe bei der pprt betreut wurden.
Derzeit bietet der Verein drei Gruppentermine an, die von einer Traumatherapeutin geleitet werden. Für die regelmäßigen Treffen stellt sie ihre Tübinger Praxisräume kostenlos zur Verfügung. Sie selbst tritt in den Therapiestunden als Moderatorin auf. Finanziert wird ihre Stelle vom Verein.
Die Therapeutin hilft dabei, das Selbstwertgefühl der traumatisierten Menschen zu stärken. "Das würden wir allein nicht schaffen", betont eine Betroffene. "Durch diese Begleitung habe ich gemerkt, ich bin noch etwas wert" erzählt sie weiter. Schwerpunkt dieser Gruppentermine, die pro Woche etwas eineinhalb Stunden dauern, ist das Gespräch. Die Teilnehmer erzählen, was sie seit dem letzten Treffen erlebt haben und was sie bewegt. Dieses Angebot der ambulanten Traumagruppe in einer Vereinsform gibt es so bislang nicht. Einige Mitglieder nehmen dafür gerne eine längere Anfahrtszeit in Kauf. Sie kommen unter anderem aus Stuttgart und von der Schwäbischen Alb. Aktuell werden drei Gruppen angeboten. Für Männer gibt es eine Warteliste.
"MITeinander" finanziert sich über Jahresbeiträge der MItglieder, einem monatlichen Therapiegeld sowie Spendengelder. Weitere Mitglieder sind jederzeit willkommen, ebenso Sponsorengelder. Weitere Infomationen gibt es unter www.mit-einander.de.tl oder unter der Mobilfunknummer 0 157 / 75 83 22 92.